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Zucht und Aufzucht


Paarung
Ein paar Wochen nach der Winterruhe fangen die Tiere mit den Paarungsversuchen an. Die Männchen fangen mit dem Kopfnicken an und versuchen die Weibchen mit dem Biss in den Nacken zu besteigen. Das Weibchen hebt ihren Schwanz und das Männchen kann nun seinen Hemipenis in das Weibchen einführen. Wenn die Paarung vorbei ist geht das Männchen, dass bei der Paarung auf dem Weibchen lag, wieder von ihr herunter. Da die Weibchen die Möglichkeit besitzen die Spermien zu speichern, können sie mehrere Gelege in Folge befruchtet ablegen, ohne dass sie sich erneut mit dem Männchen paaren müssen. Da die Männchen extrem Paarungswillig sind, ist es ratsam mehrere Weibchen mit einem Männchen zu halten. Zudem sollte es selbstverständlich sein, dass nur blutsfremde Tiere miteinander verpaart werden.

Balzverhalten
Das so häufig in den Büchern beschriebenen „Balzverhalten“ haben wir bei unseren Tieren bislang noch nicht gesehen.

Trächtigkeit
Die Bartagamweibchen haben eine Tragzeit von ca. 3-6 Wochen. In dieser Zeit muss darauf geachtet werden dass sie genug Calcium zu sich nehmen (Sepiaschale, evtl. Calciumgluconat). Desto länger die Tragzeit der Tiere ist, desto dicker werden sie. Viele Tiere werden deutlich inaktiver, halten sich mehr unter den Sonnenspots auf, oder fressen etwas weniger. Dies gilt aber nicht für alle Tiere und konnten wir bislang nicht beobachten.

Eiablage
Kurz vor der Eiablage fangen die Weibchen mit den Probegrabungen an. Wir befeuchten die Stellen wo sie graben, damit es leichter geht. Außerdem wollen sie eine Bestimmte Feuchtigkeit haben). Bei uns im Terrarium haben wir ein Sand-Lehmmischung das super grabfähig ist. So besteht auch nicht die Gefahr dass die Höhlen einstürzen. Die Höhlen sind so tief, dass das Weibchen komplett darin Platz hat. Nach getaner Eiablage verschließt das Weibchen wieder die Höhle und man kann nicht erkennen, wo genau die Eiablage stattgefunden hat. ( Die Suche nach den Eiern kann unserer Erfahrung nach sehr lange dauern...). In den Büchern ließt man oft dass die Eiablage meist am späten Nachmittag stattfindet. Für unsere Weibchen trifft das mal wieder nicht zu. Bislang waren alle Eiablagen um drei, als wir von der Arbeit kamen, beendet. Nach der Eiablage haben die Weibchen ca. 30% ihres Gewichtes verloren und es muss ihnen genug Nahrung zur Verfügung gestellt werden (während und nach der Trächtigkeit ruhig mal eine Babymaus verfüttern).

Gelege
Ein Gelege hat durchschnittlich um die 10 bis 20 Eier. Unbefruchtete Eier sind schlaff oder braun verfärbt und man sollte sie aussortieren, während befruchtete Eier prall und weiß sind. Die Eier dürfen nicht gedreht werden, da der Dottersack nach kurzer Zeit fixiert ist. Würde man dass Ei drehen, so würde der heranwachsende Bartagamschlupf vom Dottersack erdrückt werden. Die Eier werden in einem Inkubator bei ca. 28 bis 30 °C ausgebrütet. Als Brutsubstrat welches in Heimchendosen eingefüllt wird, eignet sich Vermiculite sehr gut. Nach ca. 7-10 Wochen schlüpfen dann die Jungtiere, wobei der eigentliche Schlupfakt einen Tag lang dauern kann.

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Sarah Schwenk & Marco Lanzinger
89077 Ulm