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Das Terrarium


Standort
Am besten stellt man das Terrarium in einem hellen Licht durchfluteten Raum auf. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass sich die Terrarien in direkter Sonneneinstrahlung extrem aufheizen können und sehr schnell gefährliche Temperaturen für deren Bewohner erreichen können. Besonders bei Glasterrarien ist hierauf zu achten!

Falls man mehrere Terrarien in einem Raum aufstellen will, sollte darauf geachtet werden, dass die Terrarienbewohner sich gegenseitig nicht sehen können. Dies kann bei den Bewohnern zu Stress führen, was bei den Tieren auch zum Tode führen kann.

Größe
Bei der Terrariengröße sollte man sich eher für ein großzügigeres Terrarium entscheiden. Hier bietet die Mindestangabe von 120cm Länge X 80cm Tiefe X 60cm Höhe für ein Terrarium nur einen Anhaltspunkt. Man sollte aber definitiv darüber liegen, denn je größer desto besser. Für jede weitere Bartagame sollten 15% mehr an Fläche eingerechnet werden. Um eine Naturgetreue Eiablage-Möglichkeit zu erreichen, sollte das Sand-Lehm-Gemisch ca. 30cm hoch eingefüllt werden. Deshalb empfehlen wir die Höhe des Terrariums größer zu Wählen als in der Mindestangabe angegeben.

ACHTUNG: Ein ausgedientes Aquarium kann nicht zum Terrarium umfunktioniert werden! Bei einem Aquarium würde sich wegen der geringen Lüftungsmöglichkeit die Luft im Aquarium stauen. Dies führt zu einer unzureichenden Durchlüftung und auch zum überhitzen des Aquariums und würde den Bewohnern nur schaden. Deshalb: Hände weg von alten Aquarien!

Konstruktion
Unser Terrarium haben wir selbst gebaut. Hierbei wurde die Grundkonstruktion aus Holz gefertigt. Auf eine ausreichende Belüftung muss bei der Konstruktion bereits geachtet werden. Hierbei sollte ein gewisses Maß an Luft von Unten nach Oben durchströmen können. Es sollte aber nicht zu viel sein, da sich sonst die Bewohner einen Zug holen könnten. Innerhalb des Terrariums wurden jegliche Stromleitungen mit Hilfe von Leerrohren bereits verlegt, damit im Nachhinein keine Kabel mehr von Oben in das Terrarium eingeführt werden müssen. Das gesamte Becken kann nun mit Styropor-Platten ausgekleidet werden, um eine bessere Wärme-Isolierung zu bekommen. Durch diese Maßnahme bekommt man das Terrarium später mit weniger Energie auf die nötige Temperatur. Aus Styropor kann man nun nach belieben eine Felsenlandschaft formen, welche dann nachträglich mit eingefärbtem Fliesenkleber dick bestrichen wird. Der Fliesenkleber wird nach dem Aushärten hart wie Stein und kann von den Bartagamen nicht mehr abgekratzt werden. Auch der Klettertrieb der Bartagamen kann durch solch eine Rückwand befriedigt werden. Unsere Bartagamen nutzen die gesamte Rückwand (auch die senkrechten Stellen) zum Klettern.

Beleuchtung
UV-Grundversorgung und Grund-Helligkeit
Um eine UV-Grundversorgung und eine Grund-Helligkeit zu erzeugen, sollten zwei Neonröhren verwendet werden. Am besten haben sich bei uns die Neonröhren von Exo-Terra bewährt. Hier verwenden wir eine 10.0 Röhre für die UV-Grundversorgung und eine 2.0 Röhre um die Lichtfarbe in einen angenehmeren Bereich zu trimmen. Diese Röhren sind an einem Light-Cycler angeschlossen, welcher einen Sonnen auf- und untergang simmuliert.

Sonnenlicht
Da die Bartagamen es sehr hell mögen, sollte auf einen HQI-Strahler nicht verzichtet werden. Nur diese Strahler können die nötige Helligkeit erzeugen. Um eine hohe UV-Bestrahlung in der Mittagszeit zu erreichen sollte eine starke UV-Lampe eingesetzt werden.Dies ist wichtig für die Generierung des Vitamin D3 welches zur Aufnahme von Calcium benötigt wird. Bei uns wird unseren Bartis jeden Mittag automatisch für 30min ein Bad unter einer Osram Vitalux angeboten.

Wärmeplätze
Um den Bartagamen die Wärmeregulierung zu ermöglichen sollte den Bartagamen mindesten ein Wärmeplatz zur Verfügung stehen. Diese Plätze können mit Sun-Spots angeleuchtet werden um eine hohe Temperatur (ca. 45°C) für das alltägliche Sonnenbad zu erreichen.

Schlagschatten
In der Natur wirken Schatten nicht so dunkel wie Schatten welche durch direkte Beleuchtung durch Kunstlicht erzeugt werden. Dies sehr dunklen Schatten können durch kleine Energiesparlampen oder durch kleine UV-Röhren sehr stark aufgehellt werden. Dadurch wirken die Schatten wie in freier Natur.

Nachtlicht
Von sog. Nachtlicht-Lampen, welche mit Schwarzlicht das Terrarium ausleuchten können wir nur abraten. Erstens schlafen die Bartagamen in der Nacht und müssen nicht beobachtet werden. Und zweites haben wir selbst ganz am Anfang feststellen müssen, dass die Bartagamen nahezu hypnotisiert werden von diesen Lampen und nicht schlafen wollten. Deshalb kamen diese Lampen direkt am ersten Tag wieder raus.

Temperatur
Grund-Temperatur
Bei den Bartagamen sollte Tags über eine Grund-Temperatur von ca. 25°C - 27°C im Terrarium eingestellt werden. Falls das Terrarium sich zu sehr durch die Beleuchtung aufheizen sollte, kann mit Hilfe von kleinen Lüftern auf den Lüftungslöchern nachgeholfen werden. Dies ist aber mit Vorsicht zu genießen, da sich die Bewohner dadurch auch einen Zug holen könnten. Deshalb sollte die stärke der Lüfter überprüft werden.

Sonnenplätze
Auf den Sonnenplätzen darf die Temperatur auch gerne auf ca. 45°C angehoben werden.

Nachts
Nachts sollte die Temperatur zwischen 20°C - 22°C liegen. Dies kann aber auch in unseren Breitengraden einmal im Sommer abweichen. Dies ist aber nicht so schlimm.

Einrichtung
Bodengrund
Der Bodengrund sollte aus einem Sand-Lehm Gemisch hergestellt werden. Nur dieses ermöglicht den Bartagamen ein sicheres Graben von Höhlen ohne dass diese einstürzen können. Diese Gemisch sollte zwei Wochen bevor die Bewohner einziehen feucht in das Terrarium eingebracht werden und fest angeklopft werden. Nach zwei Wochen ist das Gemisch dann trocken genug, dass die Bartagamen einziehen können. Bei uns wurde das Gemisch von den Bartagamen so gut angenommen, dass diese innerhalb des ersten Monats ein ganzes Höhlen-System angelegt haben, in das sie sich auch Nachts zum schlafen zurück ziehen.

Klettermöglichkeiten
Um das Kletterbedürfnis der Bartagamen zu stillen, eignen sich besonders große Wurzeln welche das Terrarium zieren. Auch Kokosmatten, welche an der Rückwand angebracht werden können werden neben den Wurzeln sehr gerne von den Bewohnern zum Klettern angenommen und Bartagamen sitzen gerne hoch und wollen den Überblick über ihr gesamtes Revier haben. Zu diesem Revier zählt unter anderem auch der Teil der Wohnung welcher durch das Terrarium sichtbar ist.

Steine
Steine, ob groß oder klein, eignen sich hervorragend zum dekorieren und als Sonnenplatz unter einem Spot. Diese geben die Wärme noch sehr lange nachdem der Spot ausgeschaltet wurde an die darauf liegenden Bartis ab.

Grünzeug
Zum Beispiel Kräuter wie Basilikum können als grüner Farbklecks in das Terrarium gestellt werden. Dies ist nicht nur rein Optisch schön anzusehen, denn die Bartagamen und das Lebendfutter können nach Belieben von den frischen Kräutern knabbern.

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Sarah Schwenk & Marco Lanzinger
89077 Ulm